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DAS VAGINALE MIKROBIOM

DAS VAGINALE MIKROBIOM

Von DR. BARBARA STURM

18th May 2021

Der Körper bietet im Inneren als auch an seiner Außenoberfläche Raum für eine Fülle von Mikroorganismen oder Mikroben (lebende Organismen, die zu klein sind, um sie mit dem Auge erkennen zu können), die als Mikrobiom bezeichnet werden. Das Hautmikrobiom ist ein Ökosystem von Bakterien auf der Hautoberfläche, das lebenswichtigen Schutz gegen Krankheitserreger oder schädliche Substanzen bietet, welche die Haut oder unsere allgemeine Gesundheit beeinträchtigen könnten. Das vaginale Mikrobiom oder die Vaginalflora besteht aus mindestens 50 verschiedenen Arten von Bakterien – am häufigsten sind Laktobazillen, die Milchsäure produzieren. Milchsäure ist eine Chemikalie, die hilft, die Vagina in einem sauren Milieu zu halten (bei einem pH-Wert von etwa 3,8-4,5) und verhindert, dass sich andere potenziell schädliche Bakterien vermehren. Viele produzieren zusätzlich Wasserstoffperoxid (H2O2), das ebenfalls die Produktion von Bakterien hemmen kann.

VAGINALES MIKROBIOM

Das empfindliche, gesunde Gleichgewicht des vaginalen Mikrobioms ist kein statisches System und kann von Zeit zu Zeit durch persönliche Genetik, den Menstruationszyklus, das Immunsystem, die Hygiene und das Sexualverhalten gestört werden. Unser gesundes Maß an Bakterien kann auch mit dem Alter abnehmen, und niedrigere Östrogen- und Progesteronspiegel führen dazu, dass die Schleimhaut der Vaginalwand dünner wird und weniger Schleim produziert. Manche Frauen haben von Natur aus eine geringere Konzentration von Laktobazillen in ihrer Vagina, was sie anfälliger für Infektionen machen kann. Dadurch gerät die Vaginalflora aus dem Gleichgewicht, was zu leichten Irritationen und Beschwerden bis hin zu vaginalen Infektionen führen kann. Urogenitale Infektionen wie bakterielle Vaginose, Harnwegsinfektionen und Vaginitis betreffen jedes Jahr über eine Milliarde Frauen. Irritationen durch Rasieren und Wachsen stellen zusätzliche Herausforderungen dar.

GESTÖRTES VAGINALES MIKROBIOM DURCH ÄUSSEREN BELASTUNGEN

Aus diesem Grund ist es so wichtig, jegliche Veränderungen in der Vagina wie Ausfluss, Geruch oder Beschwerden vom Arzt überprüfen zu lassen, sobald sie auftreten. Unbehandelt können Infektionen die reproduktiven Organe beeinträchtigen und in schlimmen Fällen sogar die Fruchtbarkeit. Bei der Einnahme von Antibiotika ist es eine gute Idee zeitgleich Probiotika zu verwenden, um die nützlichen Bakterien der Vagina zu unterstützen.


Um vaginalen Infektionen vorzubeugen, kannst du diese florafreundlichen Gewohnheiten übernehmen:

• Vermeide warme und feuchte Umgebungen. Trage keine Kleidung, die den Intimbereich einengt und die Luftzirkulation behindert (enge Jeans, etc.).

• Verwende luftdurchlässige Slipeinlagen und wechsle Slipeinlagen, Binden und Tampons, sobald sie feucht sind. Ziehe nasse Badekleidung sofort nach dem Baden aus.

• Die Reinigung des Intimbereichs einmal täglich mit warmem Wasser oder einer milden Waschlotion ist ausreichend. Verwende ein Produkt mit einem speziell auf die Pflege des Intimbereichs abgestimmten pH-Wert, wie z. B. Dr. Barbara Sturms V WASH.

• Trockne den Intimbereich nach der Reinigung gründlich ab. Bei gereizter oder trockener Haut sollten speziell auf den Intimbereich abgestimmte Pflegeprodukte wie z. B. Dr. Sturms V DROPS verwendet werden.

ANWENDUNG V COLLECTION


UNTERZEICHNUNG:

Dr. Barbara Sturm

DATUM:

14. Mai 2021